Gemeindefreizeit

Gemeindefreizeit 2011 in Fulda am Fronleichnam-Wochenende

„Ich war noch nie auf einer Gemeindefreizeit und hatte gar keine Vorstellung, was mich erwartet, aber ich bin begeistert über das, was ich hier erlebt habe. “ Dieses Fazit einer Teilnehmerin am Sonntag sagt alles aus, was wir empfanden.

In diesem Jahr lag der Termin der Gemeindefreizeit ungünstigerweise auf den Beginn der hessischen Sommerferien. Daher waren einige aus der Gemeinde auf dem SoLa und anderem wiederum hatten ihren Sommerurlaub schon gebucht. Umso intensiver war die Gemeinschaft der 47 Kinder und Erwachsenen, die sich diesmal für das komplette lange Wochenende in dem neu renovierten Haus trafen.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier eine Zusammenfassung dessen, was wir erlebt haben:

Christian und Steffi Gunkel reisten extra aus Hamburg an, um gemeinsam mit Lisette Schaab und anderen Unterstützern das Kinderprogramm zu gestalten. Und auch wenn das Stockbrotbacken am Lagerfeuer wegen Regen ausfiel, waren die Kinder glücklich und zufrieden … und müde nach der 3. kurzen Nacht.

Die Erwachsenen beschäftigten sich in den thematischen Einheiten mit den verschiedenen Aspekten des biblischen Leitsatzes:

„Dient einander, jeder mit der Gabe, die er von Gott bekommen hat.“ 1. Petr. 4, 10

*  Einander dienen, wie Jesus uns dient. Das hieß für uns in
der ersten Einheit:
Wir waschen einander die Hände und beten füreinander und
für die Freizeit.
*  … mit den Gaben, die Gott dir gegeben hat.

In den nächsten beiden Einheiten gab es eine Gruppenarbeit, in denen nach dem Klassiker „Der Gabentest“ von Christian A. Schwarz jede geistliche Gabe, die in der Bibel beschrieben wird, genauer betrachtet wurde. Jede Gruppe bearbeitete 6 Gaben und sprach über die Erfahrungen, die die Einzelnen mit den jeweiligen Gaben hatten oder auch nicht. Am Ende stellten sie ihre Ergebnisse im Plenum vor und sprachen darüber, ob diese Gaben in unserer Gemeinde vorhanden sind.

Dabei stellten wir fest, dass 20 von den 30 Gaben, die Schwarz aufführt, in unserer Gemeinde gelebt werden (vielleicht teilweise, ohne dass den entsprechenden Personen bewusst ist, dass es eine geistliche Gabe ist, die der Heilige Geist ihnen gegeben hat) – wie Barmherzigkeit, Gebet, Dienen, Helfen, Gastfreundschaft, Lehren, Leiten.

Weitere 4 Gaben ließen sich nicht eindeutig einordnen, z.B. die Gabe der Ehelosigkeit wird von einigen noch geprüft oder die Gabe der Heilung ist bisher nicht in dieser Deutlichkeit ausgeübt worden. Trotzdem beten wir regelmäßig um Heilung, weil die Bibel das allen Christen aufträgt, und wir erleben auch Gebetserhörungen dabei.

Bei 6 Gaben mussten wir sagen, dass wir damit in unserem Gemeindealltag bisher keine Erfahrungen gemacht haben, z.B. mit der Dämonenaustreibung oder der Gabe der Prophetie.

Letztere ist aber eine Gabe, von der Paulus in 1. Kor. 14, 1 ganz klar sagt, dass wir uns um sie bemühen sollen. Vielleicht gibt es Menschen in der Gemeinde, die diese Gabe haben, sich aber nicht trauen, sie auszuleben.

Wir möchten jedenfalls offen sein für die Geschenke, die Gott für seine Kinder bereithält und sind sicher, dass alle geistlichen Gaben zu ihrer Zeit dem Bau von Gottes Gemeinde dienen.

Zum Gebrauch von Gaben hielten wir fest:

* Gaben – Geschenke Gottes
* Dienen dem Aufbau des Leibes Jesu (Gemeinde)
* Müssen trainiert werden
* Können sich verändern (Offenheit?!)
* Kein Lust und Laune-Prinzip

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen fasste die Thematik noch einmal zusammen und forderte dazu auf, sich selbst als lebendigen Mauerstein (1.Petr.2) in den Bau Gottes (Gemeinde) einfügen zu lassen. Das bewegende Zeugnis von einer Heilung durch Gebet ermutigte uns, das Angebot von Heilungsgebet in diesem Gottesdienst in Anspruch zu nehmen.

Im Übrigen verbrachten wir noch einen actionreichen Bunten Abend unter der Leitung von Magdalena Sudermann und Udo Langrock miteinander und nutzen die freien Nachmittage für Ausflüge in die Barockstadt Fulda mit ihren interessanten Museen.
Besonders die Kinderakademie mit dem begehbaren Herz hinterließ bleibenden Eindruck. Die Teilnehmer sangen hinterher das „Freizeitlied“ „Deine Gnade erfüllt mein Herz mit Dankbarkeit“ ganz anders 😉

Almut Siodlaczek (as)

gemeindefreizeit 2011